Der Flugfeld Stelenweg

Der ehemalige Flughafen Böblingen war von 1925 bis 1939 der württembergische Landesflughafen von Stuttgart und nahm damit eine bedeutende Rolle im frühen deutschen Luftverkehr ein. Der Stelenweg lädt dazu ein, die einzelnen Stationen in beliebiger Reihenfolge zu erkunden und die Geschichte des Flugfelds kennenzulernen.

Die digitale Umsetzung ergänzt den Stelenweg vor Ort und ermöglicht einen virtuellen Rundgang durch mehr als 100 Jahre Geschichte. Historische Hintergründe, Bilder und weiterführende Informationen bieten einen Einblick in die Vergangenheit eines Ortes, der die Entwicklung Böblingens und der Region nachhaltig geprägt hat.

Entdecken Sie die einzelnen Stationen unabhängig von Ort und Zeit und erfaharen Sie mehr über die Entwicklung des Flugfelds, die Luftfahrtgeschichte Böblingens sowie bedeutende Persönlichkeiten und Ereignisse.

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Stele 1 (Hans-Klemm-Platz)

Stele 1 auf dem Flugfeld Böblingen

Der erste Württembergische Landesflughafen
Der Stadtteil, in dem wir uns befinden, trägt seit dem Jahr 2004 den Namen „Flugfeld“. Früher war hier ein sumpiges Gelände. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs wurde es trockengelegt und darauf ein militärischer Flugplatz eingerichtet. Nach Kriegsende bestimmten die Siegermächte im Versailler Vertrag, dass die Fliegerei in Deutschland generell verboten sein soll. Die Flugzeughallen und die militärischen Baracken mussten daher abgebaut werden. Im Jahr 1925, und nachdem sich die politische Lage entspannt hatte, konnte jedoch hier der erste Württembergische Landesflughafen eröffnet werden.
 
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Stele 2 (Langer See)

Stele 2 auf dem Flugfeld Böblingen

Hans Klemm – Flugzeugkonstrukteur und Unternehmer
Der Flugzeugkonstrukteur und Unternehmer Hanns Klemm hat den Ruf Böblingens als „Fliegerstadt" mitbegründet.  Geboren im Jahr 1885 in Stuttgart, arbeitete er zunächst als Bau-Ingenieur. Doch seine große Leidenschaft galt der Fliegerei. „Unsere Zukunft liegt in der Luft", so formulierte er es kurz und bündig. Nach verschiedenen beruflichen Stationen gründete er 1926 sein eigenes Unternehmen, die Leichtflugzeugbau Klemm OHG. Deren Stammsitz legte er auf das Gelände des heute „Flugfeld" genannten Stadtteils.
 
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Stele 3 (Aufgang zur Brücke)

Stele 3 auf dem Flugfeld Böblingen

Mutige Luftakrobaten
In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Fliegen immer populärer. Hierzu trugen auch die Flugtage bei, bei welchen einem breiten Publikum die neuesten technischen Errungenschaften gezeigt wurden. Eine besondere Attraktion waren die Kunstflieger und Luftakrobaten, die mit ihren spektakulären Aktionen für Nervenkitzel sorgten. Einer von ihnen war Fritz Schindler. Im September 1930 kam es jedoch beim Flugtag in Böblingen zu einem tragischen Unfall.
 
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Stele 4 (Weg bei der Brücke zum Klinikum)

Stele 4 auf dem Flugfeld Böblingen

Elly Beinhorn – Flugpionierin
Elly Beinhorn gehört zu den bekanntesten Flug-Pionierinnen in Deutschland. Geboren im Jahr 1907 in Hannover erwarb sie schon im Alter von 22 Jahren den Pilotenschein. Anfangs trat Elly Beinhorn als Kunstfliegerin in Aktion, zum Beispiel bei den immer populärer werden Flugtagen. Doch etwas Anderes reizte sie viel mehr: der Langstreckenflug. Im Jahr 1931 bot sich ihr die Chance, an einer Expedition nach West-Afrika teilzunehmen. Ihre Maschine: eine „Klemm 25 1 a" aus dem Böblinger Flugzeugwerk von Hanns Klemm .
 
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Stele 5 (Fußweg im Bogen)

Stele 5 auf dem Flugfeld Böblingen

Früchte aus dem Süden
Im Jahr 1925 wurde hier, auf dem Gelände des heutigen Stadtteils „Flugfeld“, der erste Württembergische Landesflughafen eröffnet. Mit ihm begann für Böblingen das Zeitalter der zivilen 
Fliegerei. Bald wurden die ersten Linienflüge eingerichtet, das Streckennetz wurde kontinuierlich ausgebaut. Neben dem Passagierverkehr, den sich anfangs nur wenige Menschen leisten konnten, wurde auch die Luftfracht und die Luftpost immer bedeutsamer. Und mit der Luftfracht kamen auch exotische Früchte nach Böblingen.
 
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Stele 6 (Graf-Zeppelin-Platz)

Stele 6 auf dem Flugfeld Böblingen

Der Zeppelin kommt
Am 3. November 1929 strömten viele tausend Menschen zum Württembergischen Landesflughafen nach Böblingen. Was die Menge an diesem Tag so anzog, war das Luftschiff "Graf Zeppelin" LZ127. Es landete, von Friedrichshafen am Bodensee kommend, erstmals in Böblingen.
 

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